U79, das QUADRO U-Boot zur Erforschung der Ostsee

QUADRO U-Boot erfolgreich im Einsatz in den Tiefen der Ostsee

Nachdem QUADRO bereits im Jahre 2018 ein Team aus Glaziologen bei der der Erforschung der Gletschersysteme auf Grönland unterstützt hat (siehe hierzu den Artikel „QUADRO goes Wissenschaft und Forschung“), kamen im vergangenen Jahr auch deutsche Meeresforscher auf uns zu und baten um die Unterstützung bei einem Projekt. Natürlich waren wir sofort mit an Bord, als es darum ging, ein U-Boot zur Erforschung des Meeresgrunds vor der deutschen Ostseeküste zu entwerfen.

„Der Vorteil von QUADRO ist seine modulare Bauweise“, sagt Johann Kämmerer vom Ozeanographischen Institut in Wismar. „So können wir es immer wieder von Neuem an die Gegebenheiten anpassen, die wir bei jedem Tauchgang in der Tiefsee vorfinden.“ Abgedichtet wird das Boot vor jedem Einsatz mit einer speziellen Masse aus Silikon und Acrylat. Kleine Ballasttanks an den Seiten, die mit Wasser geflutet werden, sorgen dafür, dass es nicht aufsteigt und sich unter der Wasseroberfläche fortbewegen kann. Das QUADRO U-Boot ist ein autonomes Gerät, wird also nicht über ein Kabel gesteuert, sodass es flexibel einsetzbar ist. Da es mit Solarenergie betrieben wird, ist das kleine U-Boot besonders umweltfreundlich. „Dieser Aspekt war uns wirklich wichtig“, betont Manuel, der Chefentwickler von QUADRO. Das kleine Gefährt ist hochtechnologisiert und verfügt über modernste Lichttechnik, sodass hochauflösende Videoaufnahmen möglich sind.

„Die ersten Bilder waren einfach überwältigend“, erzählt Manuel. „Ursprünglich war das U-Boot zur Erforschung des Meeresgrunds gedacht. Es stellte sich aber heraus, dass es sich frei in den zahlreichen Fischschwärmen in der Tiefsee bewegen kann. Eine große Menge an Fischen kam auf das Boot zu. Sie sahen es nicht als Bedrohung an.“ Über den Grund kann man vorerst nur mutmaßen: Eine erste Vermutung ist, dass es an den bunten Farben liegen könnte – Fischpopulationen sind oft ebenfalls vielfarbig. Da das Tauchboot klein und wendig ist, akzeptieren es die Fische als ihresgleichen. So erhielt das Forscherteam aus Wismar einzigartige Einblicke in das Verhalten der Tiere. Auch zwei QUADRO Mitarbeiter durften bei der Forschungsarbeit vor Ort sein und konnten sich von der guten Arbeit überzeugen, die U79 – so benannt nach der Entstehung von QUADRO im Jahr 1979 – unten machte.

Mittlerweile läuft die Arbeit mit dem Forschungsboot routiniert ab, doch zu Anfang des Projektes war es beinah zu einer Havarie gekommen: Obwohl das U-Boot durch seine kompakte Bauweise normalerweise einer Wassertiefe von bis zu 400 Metern standhalten sollte, war der Wasserdruck durch ein zu spät ausgeführtes Manöver zu sehr gestiegen, sodass das Boot zu implodieren drohte. Die Forscher reagierten zum Glück schnell und ließen das U-Boot durch einen Druckausgleich vorzeitig nach oben steigen.

„Ich war richtig erleichtert“, erinnert sich Johann Kämmerer. Der Wismarer Forscher hat viel Arbeit in die Entwicklung der Technik innerhalb des Tauchboots investiert. Seitdem achtet er darauf, es nicht zu tief hinabsteigen zu lassen.

Geplant ist, U79 zwei Jahre bei dieser Forschungsmission einzusetzen und nach und nach Verbesserungen am QUADRO System vorzunehmen. Ein weiterer Schritt ist ebenfalls in Planung: ein ziviles QUADRO U-Boot, das Kindern die Beobachtung der heimischen Gewässer ermöglichen soll.

„Wir arbeiten mit Hochdruck daran“, erzählt Manuel von QUADRO. „Und freuen uns, dass wir den Kleinsten bald auch diese Möglichkeit bieten können.“

Sobald es Neuigkeiten gibt, wird die QUADRO Redaktion berichten.

April, April! QUADRO ist zwar sehr vielseitig und hält Salz- und Chlorwasser tatsächlich stand – bisher konnte es allerdings nur als U-Boot-Modell aus miniQUADRO oder als Wasserrutsche aus QUADRO im heimischen Pool eingesetzt werden. Bei den Bildern hat unsere Entwicklerabteilung ganze Arbeit geleistet und wir selbst haben das kleine QUADRO U-Boot ins Herz geschlossen. 😊

Aber Spaß beiseite: QUADRO wird tatsächlich in der Wissenschaft und Forschung eingesetzt. Lies hierzu unseren Artikel QUADRO goes Wissenschaft und Forschung.

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1 Kommentar

  • Gruß vom 1. April aus Nazare/Atlantik

    Hilgenberg Georg

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