Eine gute Tat für ein Stück Wurst

Eine gute Tat für ein Stück Wurst

Ein Job, der Spaß macht – wer wünscht sich den nicht? Die Hunde vom Deutschen Roten Kreuz in Rotenburg an der Fulda haben ihn. Und seit der neue QUADRO Tunnel da ist, freuen sie sich noch mehr auf ihre Arbeit.

Doch was für eine Tätigkeit ist das, der sie immer wieder nachgehen? Sie sind Rettungshunde in verschiedenen Funktionen. Mit ihrem Herrchen durchstreifen sie nach dem Kommando „Such und hilf!“ das Gelände, nehmen die Witterung auf und finden oftmals vermisste Personen, die für den Menschen viel schwerer aufzufinden gewesen wären.

Im Unterschied zu diesen Flächensuchhunden spüren die Mantrailer nicht nur Menschen im Gelände auf, sondern ganz bestimmte Personen, die sie anhand einer Geruchsprobe wiedererkennen: zum Beispiel Demenzkranke ohne Orientierung. Sie sind Spezialisten auf ihrem Gebiet und suchen meist im städtischen Raum.

Die Hunde von der Wassersuche lokalisieren Personen im Wasser. In den meisten Fällen sind dies Menschen, die nicht mehr leben. Die Hunde können die Geruchsmoleküle, die sich beim Zersetzungsprozess bilden, erspüren. So suchen die Taucher von Anfang an am richtigen Ort.

Das DRK hat darüber hinaus noch Therapiehunde, die in Pflegeheime kommen und dafür sorgen, dass sich die Menschen dort nicht mehr so einsam fühlen. Sie haben Vertrauen zu den Vierbeinern, weil sie spüren, dass die Hunde ihnen nichts vorspielen und sie so nehmen, wie sie sind: egal wie sie aussehen, welchen Beruf sie mal hatten oder ob sie vielleicht krank sind. Es ist wissenschaftlich belegt, dass die Lebensqualität von Menschen, die Kontakt zu Tieren haben, insgesamt steigt, dass ihre Ängste abnehmen und sie mehr Lebensfreude empfinden.

Doch wie wird man Rettungshund? Alle Rassen, die groß genug sind, sind dafür geeignet – so kann das Tier im Wald gut über Hindernisse hinwegkommen. Der Hund muss auch Lust haben, sich zu bewegen und kleine und große Aufgaben zu bewältigen, statt neben seinem Herrchen auf dem Sofa zu schlafen.

Sind die Voraussetzungen gegeben, beginnt das Training: Der Hundebesitzer läuft weg – mit einer Wurst in der Hand –, der Welpe rennt hinterher. Denn er hat richtig Lust auf die Leckerei. Das sind die ersten Schritte einer Ausbildung, die im Schnitt zwei bis drei Jahre dauert. Je nach Einsatzzweck läuft sie unterschiedlich ab: Mantrailern wiederum wird beigebracht, anhand von Geruchsproben eine bestimmte Person unter mehreren Menschen zu identifizieren. Nur von ihr bekommt der Hund am Ende die Belohnung.

Haben Hund und Mensch die Ausbildung erfolgreich absolviert, bilden sie ein starkes Team. Sie werden immer zusammen eingesetzt und arbeiten Hand in Pfote: Sobald ein Alarm auf ihrem Handy eingeht, treffen sich die Hundeführer am Ort des Geschehens und planen den Einsatz. Mithilfe von Babypuder bestimmen sie die Windrichtung und legen so fest, von wo nach wo gesucht wird. Der Hund soll es möglichst leicht haben, die Witterung aufzunehmen. Findet er den Vermissten, fängt er an zu bellen und übergibt an seinen menschlichen Teampartner. Der kann nun lebensrettende Maßnahmen einleiten.

Auch Trümmersuchhunde haben eine lange Ausbildung hinter sich. Sie suchen in eingestürzten Gebäuden nach Überlebenden. Dies im Vorfeld zu üben, ist nicht so einfach: Der DRK muss immer wieder improvisieren und in Steinbrüchen Verstecke schaffen, in die sich jemand hineinlegen kann. Und zwar so, dass er für niemanden zu sehen ist. Die Hundeführer denken immer wieder über Lösungen nach – und ihre neueste Lösung heißt QUADRO. Die Idee des stellvertretenden Staffelleiters war, aus QUADRO Teilen einen Tunnel zu bauen, ihn mit einer Plane und einer dünnen Schicht Sand zu verblenden. Das sollte das Versteck werden.

QUADRO freute sich sehr über diese ungewöhnliche Anfrage und war sofort bereit, die Hunde-Mensch-Teams zu unterstützen. So bekamen die Trümmersuchhunde aus Rotenburg einen echten QUADRO Tunnel, der superpraktisch ist: Er lässt einfach auf- und abbauen und an die verschiedenen Übungsorte transportieren.

Die Menschen hatten Spaß beim Aufbau des Tunnels, die Tiere auch schon beim Hindurchlaufen zur Probe. Und als sie dann endlich den „Verschütteten“ fanden, mit seiner Wurst in der Tasche, waren sie vor Freude nicht mehr zu halten.

Zwar sind die putzigen Genossen gar nicht aus Nächstenliebe im Einsatz – sie tun es wegen der Belohnung (die auch mal ein Spielzeug sein kann). Aber das macht nichts: Sie retten damit Menschenleben. Das ist es, was zählt.

Und weil auch wir bei QUADRO einen Job haben, der uns täglich aufs Neue begeistert, helfen wir natürlich, wenn es gilt, die Arbeit von Mensch und Tier zu erleichtern. Wurst mögen wir übrigens ab und zu auch ganz gern. 😉

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